Brushed

Kohlebürsten bestehen meistens aus Graphit. Abhängig vom Einsatzfall werden sie teilweise entweder mit metallischen Komponenten (Kupfer, Silber,Molybdän) angereichert oder bestehen ganz aus Metall.

Schleifkontakte in Potentiometern, Drehschaltern und an Stromabnehmern bestehen aus ebensolchen Materialien, werden jedoch bei Stromabnehmern als Schleifleiste und bei Potentiometern als Schleifer bezeichnet.

Schon über einhundert Jahre alt, ist diese Technik der Stromübertragung auch heute noch längst nicht überholt. Kohlebürsten sind nach wie vor in sehr vielen elektrischen Motoren auf der Welt zu finden. Angefangen von Kleinmotoren in Spielzeug, elektrischen Küchengeräten, elektrischen Fensterhebern, Rasierapparaten, Waschmaschinen, Haartrocknern, Staubsaugern oder Elektrowerkzeugen (elektrische Bohrmaschinen, Winkelschleifer, Heckenscheren, Kreissägen usw.) reicht das Spektrum bis hin zu großen Maschinen in Elektrolokomotiven, U-Booten, in Kraftwerksgeneratoren und auch in Windkraftanlagen. Entsprechend vielfältig sind die geometrischen und elektrischen Dimensionen der Kohlebürsten. Während die kleinsten Varianten in Spielzeugen nur wenige Gramm wiegen und die Übertragung von wenigen mA übernehmen, werden für die Übertragung von bis zu 1.000 A in der Galvanik Kohlebürsten mit einem Gewicht von über 2 kg eingesetzt.

Die Bezeichnung Kohlebürste leitet sich historisch von den Pinselbürsten ab, die man früher anstelle von Graphit als Gleitkontakt verwendete. Da die Zusammensetzung von Kohlebürsten praktisch auf jeden Elektromotor hin abgestimmt werden muss, ist ihr Entwicklungsaufwand relativ hoch. Daher werden Kohlebürsten weltweit nur von wenigen spezialisierten Unternehmen entwickelt.

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