Fahrzeuganschaffung

Worauf man beim Kauf des ersten Modellautos achten sollte.

Fahrzeug

Als erstes sollte man sich natürlich gut überlegen, welche Art von Auto man denn nun eigentlich möchte, denn die Auswahl ist gigantisch.

Diese Arten stehen Hauptsächlich zur Verfügung, natürlich gibt es da auch noch Exoten und „Mischlinge“.

  • Tourenwagen (Auch On-Road genannt) In verschiedenen grössen erhältlich von 1/16 bis 1/5 für den Einstieg würde ich 1/10 empfehlen
  • Buggy/Truggy Der Truggy ist ein sogenannter „Mischling“ aus Buggy und Tourenwagen, sprich man hat genug Platz unter der Haube für Elektronik, was bei Buggys meistens sehr knapp bemessen ist.
  • Monster Truck gibt es auch in verschiedenen grössen, allerdings nicht unbedingt als erstes Auto geeignet, da hauptsächlich nur fürs richtig grobe Gelände gebaut, auf der Strasse fast immer eine schlechte Kurvenlage infolge hohem Gewichtspunkt
  • Pan Car/Formel 1 sehr schnelle Fahrzeuge, meistens nur mit Hinterradantrieb und bei einem Aufprall haben sie keine Pufferzone, daher auch eher ungeeignet für das erste Fahrzeug

Nachdem man sich nun für eine Art entschieden hat, kommt die nächste Frage Elektro oder Benzin.
Die Vor- und Nachteile zwischen Elektro und Benziner im überblick

Kriterium Elektro Benziner
Anschaffungskosten Teurer in der Anschaffung Günstiger in der Anschaffung
Lärmbelästigung praktisch Lautlos Sehr hohe Lärmbelästigung, Sonntagsfahrten fast unmöglich
Unterhalt Sehr geringe Unterhaltskosten, nur Ersatzteile notwendig Teurer, da immer wieder Benziner gekauft werden muss zum Fahren
Leistung Heute kann ein Fahrzeug mit Brushless Motor und Lipos ohne Probleme mit einem Benziner mithalten. Bei richtig eingestelltem Motor hat der Benziner eine sehr gute Beschleunigung und Topspeed. Allerdings kann das richtige einstellen des Motors gerade für einen Anfänger sehr schwierig werden.
Fazit Elektro Benziner
Empfehlung Es empfielt sich heute in den meisten fällen auf ein Elektro Fahrzeug zu setzen, die Anschaffungskosten sind etwas höher, allerdings ist das Fahrzeug danach im Unterhalt günstiger. Ein Benziner macht auf jeden fall auch sehr viel Spass, allerdings musste selbst ich schon feststellen, das es heute sogar in Kiesgruben schwer wird zu Fahren, infolge des hohen Lärmpegels kann man damit nur auf abgelegenen Plätzen/ Kiesgruben damit fahren und nicht an Feier-/Sonntagen, da sonst die Nachbarn/Anwohner gerne mal Reklamieren


Fernsteuerung

Bei der Fernsteuerung sollte man zu dem Greifen welches einem Zusagt. Die meisten Fahren Modellautos mit sogenannten Pistolengriff Fernbedienungen. Ist halt einfach eine Frage wieviel man für die Fernsteuerung ausgeben will.

Es gibt paar wenige Piloten die mit Flugfernsteuerungen(Mit 2 Steuerhebeln anstelle einem Steuerrad) Modellautos fahren, es empfiehlt sich allerdings auf jeden fall eine Pistolengriff Fersteurung zu nehmen.

Wichtig bei der Fernsteuerung ist allerdings, das sie über den 2.4 GHz Band Kommuniziert. Auf keinen Fall eine 27/40 MHz Fernsteuerung nehmen, da diese immens anfällig sind auf Funkstörungen.

Etwas genauer in der Trimmung (also um z.b. den Geradeauslauf des Fahrzeugs) sind Fernsteuerungen mit einem Display und nicht nur mit einem Trimmpoti, dies ist eigentlich das wichtigste Kriterium.

Akkus

Heute gibt es eine Gigantische Auswahl an Akkus von Marken und von No Name Herstellern, somit kann man nicht mehr einfach sagen welcher der „Beste“ ist.

Die Empfehlung ist allerdings einfach, es sollte unbedingt ein LiPo Akku sein, da diese fast keine Selbstentladung haben und nicht gepflegt werden müssen. NiMh und NiCd Akkus sind einfach nicht mehr Zeitgemäss.

In der Regel ist auch nicht gerade der günstigste Akku empfehlenswert. Sondern eher so etwas aus dem Mittleren Bereich.
Weiter sollte der Akku in einem Hardcase also einer Kunststoffbox eingepackt sein und nicht nur in einen Schrumpfschlauch eingeschweisst sein. Dies hat der Grund das bei einem Crash oder wenn einem mal der Akku auf den Boden fallen sollte der Akku nicht gleich beschädigt wird und im schlimmsten Fall Feuer fängt.

Wichtigstes Kriterium ist allerdings die Spannung, der Akku muss zum Regler passen, sollte der Akku zu viel Spannung also z.b. 11.1 V anstelle 7.4V an den Regler geben, kann dieser Ireparabel Beschädigt werden.

Bei Lipos sind immer mind. 2 C Angaben angegeben.
Dieser Wert zeigt an, wie viel Strom der LiPo maximal liefern kann. Der Wert C bezieht sich auf die LiPo-Kapazität.
Teilweise befindet sich noch eine höhere C Angabe auf dem Akku, diese ist die Kurzfristige maximale Stromstärke.

Beispiel: Ein LiPo wird mit 2200mAh und 20C angegeben. Die maximale Stromstärke wird nun wie folgt errechnet:
(2200mAh/1000) x 20C = 44 Ampere Ein solcher LiPo kann also 44A Leistung abgeben.

Die 2. C-Angabe gibt an mit wie viel Strom der LiPo geladen werden darf. „4C CHARGE“ bedeuten z.B., dass ein LiPo mit der vierfachen Menge der angegebenen Kapazität geladen werden kann.

Beispiel: Auf dem LiPo steht 5000mAh. Dieser Wert kann dann bei „4C CHARGE“ x4 genommen werden. Also 5000mAh x 4 = 20000mA = 20A
Dieser LiPo darf also mit max. 20A geladen werden.

Weitere Interessante Infos über Lipos gibt es hier: Mikrokopter.de

Regler

Beim Kauf eines Reglers gilt es auch einiges zu beachten.
Am besten lasst ihr euch von einem Fachhändler beraten, denn man kann auch einiges falsch machen.
Ausserdem gilt lieber nicht gleich den erstbesten No Name Regler kaufen.
Ausserdem solte kein Regler mehr gekauft werden, der nur für Brushed Motoren gebraucht werden kann, da diese nicht mehr Zeitgemäss sind. Also unbedingt ein Brushless Regler nehmen.

Es gilt folgende Kriterien zu beachten:

  • Eingangsspannung

Als erstes müsst Ihr natürlich Wissen, mit welcher Spannung ihr den Regler betreiben wollt, dabei wird hautsächlich zwischen 7.4V , 11.1V und 14.8V Unterschieden.
Für Onroad reicht in der Regel 7.4V mehr als genug aus. Offroad wird bei 1:10 Modellen auch meist 7.4V oder selten auch 11.1V eingesetzt. Erst bei 1:8 Modellen und Monstertrucks wird eigentlich 14.8V eingesetzt, da die auch einiges mehr an Gewicht bewegen müssen und das Gelände dann auch schon recht schwieriger wird.

  • Sensorlos oder mit Sensor

Bei den Brushless Motoren gibt es zwei Unterschiedliche Systeme die nur Teilweise untereinander Kompatibel sind.

Man sollte sich also bereits beim Reglerkauf gedanken über den Motor machen.
Der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist, das Sensorlose System hat keinen Sensor im Motor. Das Sensorgesteuerte System hat einen Sensor im Motor der über ein zusätliches Kabel mit dem Regler verbunden ist.
In der Regel sind Sensorgesteuerte Systeme etwas Feinfühliger in der Gasannahme. Sensorlose Systeme sind dafür meistens etwas günstiger.
Einsatzgebiete:
Sensorgesteuerte Sytememe sind gerade Onroad im Vorteil durch Ihre Feinfühligere Gasannahme.
Offroad sind allerdings eher Sensorlose Systeme im Vorteil, da sie durch den Fehlenden Sensor weniger anfällig sind.

  • Motorenlimit

Beim Reglerkauf muss man auch überlegen, welche Leistung der Motor haben wird, denn sollte der Motor zu viel Leistung dem Regler abverlangen, kann dieser sich auch mal mit Qualm verabschieden. Daher gilt lieber etwas Leistungsreserven beim Regler einberechnen.

  • Leistungsreserve

Es gilt ausserdem auch schon beim Reglerkauf zu überlegen, ob später ein Leistungsstärkerer Motor verbaut werden soll, dann sollte der Regler noch mehr Leistungsreserven haben. Es wird auf jeden fall Teurer, wenn man den Regler zwei mal kaufen muss als gleich von anfang an nicht den günstigsten zu nehmen. Lieber beim Motor am anfang etwas sparen und später einen teureren nehmen.

Motor

Bei Motor gilt es hauptsächlich wieder zu unterscheiden zwischen Sensorgesteuert und Sensorlos, der Motor sollte also passend zum Regler gekauft werden.
Ausserdem gilt es die Baugrösse zu beachten, da in 1:10 Modellen eher die Grösse 540 zum einsatz kommt. In 1:8 er Modellen sind es allerdings meistens 690er Motoren.

Weiter sollte überlegt werden, wieviel der Motor Leisten soll, zu beginn würde ich nicht gleich den schnellsten Motor nehmen und eher etwas ruhiger anfangen. Denn je schneller man Fährt, desto schneller fährt man irgendwo rein und umso grösser ist dann der Schaden.

Ladegerät

Beim Ladegerät wird in der Regel zwischen 230V Ladegeräten und solchen mit 12V DC Unterschieden. Meistens sind die Wettbewerbslader auch die mit 12V Spannungseingang, diese können dann nur mit einem Netzteil an 230V Betrieben werden.
Dafür können diese auch mal Unterwegs an die Autobatterie angeschlossen werden um den Akku gleich wiedr aufzuladen.

Ansonsten muss bei den Ladegeräten nur beachtet werden, dass sie auch wirklich LiPo Akkus laden können. Ausserdem sollte das Ladegerät einen Akku auch in einer vernünftigen Zeit Laden können, daher ist der Ladestrom auch entscheidend.

 

Zubehör zu Benzinern

Wer sich für ein Benziner Fahrzeug entscheidet, muss die gesamten Kapitel über Akku, Regler, Motor, Ladegerät usw. nur bedingt beachten.

Ein Benziner braucht lediglich eine Fernsteuerung  und ein Empfängerakku welcher im Fahrzeug verbaut wird um die Elektronik mit Strom zu versorgen. Ev. braucht man noch ein kleines Ladegerät für den Empfängerakku und natürlich ein Glühzenstecker um die Glühkerze vorzuglühen, da der Motor ohne nicht gestartet werden kann.

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